Wie wir uns für mehr Respekt und Toleranz im Landkreis einsetzen


Wie wir uns für mehr Respekt und Toleranz im Landkreis einsetzen 

Wir appellieren nicht nur an Respekt und Toleranz, wir kümmern uns darum. Deshalb haben wir für die Verankerung des Themas “Teilhabe für Alle” in der Kreisverwaltung gesorgt und setzen ganz aktiv auf Beratung und Unterstützung.

In der Vielfalt steckt eine Stärke 

Respekt und Toleranz sind für uns Grundlagen für einen menschenfreundlichen Kreis Gießen. Deshalb setzen wir uns gegen jede Form von Diskriminierung ein. Wir wissen, dass wir darauf achten müssen, dass es nicht zur Benachteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichten kommt. Menschen aus ganz Europa kommen zu uns. Ebenso stärken Fachkräfte aus der ganzen Welt unsere Unternehmen vor Ort. Das Einwanderungsgesetz des Bundes macht deutlich: ohne Zuwanderung fehlt es z.B. an Fachkräften in der Pflege. Das zeigt, in der Vielfalt steckt eine besondere Stärke für die Entwicklung unseres Landkreises.

Vielfalt ist der Normalfall und wir sind darauf eingestellt

Wir wollen, dass diese Menschen nicht nur eine Arbeit finden, sondern auch ein neues Zuhause. Das heißt für uns, dass ihnen politische Beteiligung offen steht, dass sie mitsprechen, wenn es um den gesellschaftlichen Diskurs geht, dass sie guten Zugang zu Bildung und Weiterbildung haben und dass sie bei der Wohnungssuche keine Nachteile erfahren. Wir müssen unsere Praxis immer wieder kritisch überprüfen und verbessern. Dann wird die Vielfalt an unterschiedlichen Menschen in unserem Landkreis zu einer echten Chance für uns alle.  

Mit der Stabsstelle Integration auf gutem Weg

Wir haben die Stelle eines ehrenamtlichen Dezernenten für Migration, Integration und Teilhabe geschaffen. In dieser Stabsstelle wird sich mit Expert*innen aus verschiedenen Fachrichtungen quer durch die Kreisverwaltung unter anderem darum gekümmert, dass Verwaltungssprache interkulturell und verständlicher wird. Dies ist nicht nur für z.B. Geflüchtete von Vorteil, sondern macht klar, dass wir Integration generell neu begreifen müssen und die Teilhabe aller Menschen nach vorne stellen. Das Dezernat, verantwortet durch Istayvo Turgay (SPD), baut Brücken zu unseren Mitbürger*innen unterschiedlicher Herkunft. Das hat sich aktuell in der Corona-Pandemie bewährt. Informationen zu den sogenannten AHA-Regeln sind in allen relevanten Sprachen übersetzt und verteilt worden. Eine wichtige Aufgabe des Dezernats ist es zudem, für unsere Mitarbeiter*innen in der Kreisverwaltung Fortbildungsveranstaltungen zu konzipieren. Dadurch sind damit interkulturelles Wissen und Kompetenz Alltag in der Kreisverwaltung. 

Die Beratungsstelle – ein weiterer wichtiger Schritt

Mit dem Aufbau einer Beratungsstelle für Antidiskriminierung haben wir, auf Initiative und gemeinsam mit dem  Ausländerbeirat des Landkreises, einen nächsten Schritt gemacht. Das besondere: es ist eine Anlaufstelle in der Region, die gemeinsam von den Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Landkreis Gießen und den Städten Gießen und Marburg finanziell unterstützt wird. Weil Diskriminierung viele Formen hat, braucht es für die unterschiedlich Betroffenen eine Anlaufstelle. Der Abbau von Barrieren hat bei uns alle Menschen im Blick, quer durch die Generationen und Bildungsvoraussetzungen, muss die Menschen mit verschiedenen gesundheitlichen Voraussetzungen und alle Geschlechter berücksichtigen. Mit uns wird die zukünftige finanzielle Unterstützung sichergestellt.

Stärkung des Kreisausländerbeirats statt Integrationskommission

Aktuell ist für die Mitsprache, Mitgestaltung und Mitwirkung der Kreisausländerbeirat eine gute Einrichtung, die unsere volle Unterstützung hat. Wir setzen uns dafür ein, dass Ausländerbeiräte arbeitsfähig ausgestattet sind und weiterhin auch in den Ausschüssen und im Kreistag ein Rederecht haben. Wir begrüßen es, dass alle Kommunen mit mehr als 1000 ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Ausländerbeiräte einrichten müssen. Die Möglichkeit, an deren Stelle auch eine Integrationskommission mit deutlich eingeschränkten Rechten und Möglichkeiten einzusetzen, halten wir für einen falschen Weg.

Eine bunte Gesellschaft mit einem starken Wir-Gefühl

Am Ende soll ein starkes Wir-Gefühl stehen. Weil wir davon überzeugt sind, dass die gesellschaftlichen Herausforderungen nur aus einer solidarischen Gemeinschaft heraus gemeistert werden können, kümmern wir uns darum, dass alle Menschen ihren guten Platz im Landkreis Gießen finden. Vieles gelingt schon – aber wir sehen auch noch viele Aufgaben vor uns und packen sie an.

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