Neue Ideen für den Verkehr der Zukunft

Der Verkehr der Zukunft muss vielen Anforderungen gerecht werden. Die Bedarfe sind so unterschiedlich, wie die Lebensumstände. Wir wollen verhindern, dass ländliche Regionen abgehängt werden. Außerdem wollen wir den Verkehr umweltgerecht und nachhaltig entwickeln. Wir wollen eine Mobilität, die unser Zusammenleben erleichtert und bei der der Mensch im Mittelpunkt und nicht im Stau steht. Dazu braucht es neue Ideen.

Wie E-Mobilität für alle attraktiv wird

Alle wissen es! Für den Umstieg auf E-Mobilität braucht es ein besseres Netz an Ladesäulen. Hierzu wurde in unserem Landkreis Gießen ein Konzept entwickelt, mit dem wir innerhalb kürzester Zeit die Anzahl der Ladesäulen mehr als verdoppelt haben. Wir werden das konsequent fortführen. Aber auch Privatleute und Unternehmen müssen eine Förderung für den Umstieg auf E-Mobilität erhalten. Mitgedacht werden muss auch ein einheitliches Bezahlsystem. Es muss endlich möglich werden, den Ladevorgang mit einer EC-Karte oder Kreditkarte zu bezahlen. Dafür setzen wir uns beim Land Hessen ein. Und eins ist natürlich klar: eine Zukunft kann E-Mobilität nur mit Grünstrom haben, also mit Strom, der aus erneuerbarerer Energie gewonnen wird. 

Wir wollen mehr Nahverkehrsangebote 

Wir wissen, dass die Schiene für den Nahverkehr, aber auch für die Pendler*innen unseres Landkreises große Vorteile bringt. Deshalb arbeiten wir stringent an der Reaktivierung der Lumdatalbahn im Norden und der Horlofftalbahn im Süden unseres Landkreises. 

Stark machen wir uns beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) für eine noch bessere Taktung der Main-Weser-Bahn ins Rhein-Main-Gebiet und Richtung Kassel. Auch Schnellbusse sollen im Landkreis Gießen zu einer besseren Verbindung aus den Dörfern zum Oberzentrum Gießen sorgen. Ein erster Pilot wurde nun mit dem Laubach-Shuttle eingeführt. Er verbindet Laubach, Wetterfeld, Münster, Ober- und Unterbessingen in 30 Minuten mit dem Oberzentrum Gießen. Wir wollen mehr davon! 

Damit kein Dorf abgehängt ist

Das Problem ist bekannt. Der öffentliche Nahverkehr ist gerade in Randzeiten und am Wochenende im ländlichen Raum häufig viel zu dünn, um eine gute Alternative zum Auto zu bieten. Das ist besonders für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen ein großes Hindernis. Mit dem Start der DorfApp in einem Teil des Landkreises ist auch die Voraussetzung geschaffen worden, sichere und verlässliche Mitfahr-Lösungen anzubieten. Das möchten wir gerne in unseren Pilotdörfern wie Treis, Königsberg oder Oppenrod ausprobieren und in der Fläche im  Landkreis ausbauen. 

Und damit der Anschluss an die Bahnverbindungen nachhaltig gut funktioniert, setzen wir auf On-Demand-Verkehr. Wer seinen Beförderungswunsch per Smartphone anmeldet, erhält die Möglichkeit, zusammen mit anderen Fahrgästen auf Bestellung vom Bahnhof in seine Ortschaft gebracht zu werden. Das wird auch den Weg der Berufspendler mit dem ÖPNV einfacher machen. Die ersten Schritte wollen wir dazu schon 2021 gehen.

Oder doch lieber Wasserstoffantrieb? 

Ja, wir fördern den Einsatz von Wasserstoff im Nahverkehr und werden im Rahmen einer Zukunftswerkstatt zusammen mit den Verkehrsunternehmen im Landkreis Gießen zwei Wasserstoffbusse erproben. Aber auch beim Wasserstoff als Energieträger ist die Schlüsselfrage, ob und wie es uns gelingt, grünen Wasserstoff zu produzieren, also aus erneuerbaren Energiequellen – oder ob er uns als Abfallprodukt aus der Industrie zur Verfügung stehen kann. Hier setzen wir auf die Forschung und Zusammenarbeit mit unserer Technischen Hochschule Mittelhessen. 

Neue Verkehrskonzepte, damit es auch für Dich passt

Wir wollen mit dem Verkehr im Landkreis Gießen neue Wege gehen, bis es für alle gut passt – in der Stadt und auf dem Land, für junge und alte Menschen, für Eilige und Gemütliche. Aber jeder neue Weg muss auch zu den Klimazielen führen, die uns aufgegeben sind. Mobilität ist eine große und wichtige Zukunftsaufgabe, der wir uns gerne stellen.

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