Rückenwind für den Radverkehr

Fahrradfahren macht Spaß, ist gesund und klimafreundlich. Immer mehr Menschen entdecken es als gute Fortbewegung für sich im Alltag und in der Freizeit. Mit E-Bikes und Pedelecs hat der Radverkehr für unsere Mobilität nochmal an Bedeutung gewonnen Das sind viele gute Gründe, dem Radverkehr Rückenwind zu geben und dem Fahrrad im Alltag endlich einen Platz als gleichberechtigtes Verkehrsmittel einzuräumen. Genau das werden wir tun.

Wie wir das Radwegenetz planvoll ausbauen

Das Radwegenetz soll ausgebaut, verbessert und instandgehalten werden. Mit dem Radverkehrskonzept des Landkreises haben wir eine gute Grundlage dafür geschaffen. Damit das Ziel von 1100 Kilometern “Wunschliniennetz” erreicht wird, muss an Schwachstellen gearbeitet werden und es sind Lücken zu schließen. Einige Kommunen haben sich schon auf den Weg gemacht. Hervorzuheben ist hier die Zusammenarbeit der Kommunen des Teilraums Süd, die sogar landkreisübergreifend funktioniert.  Daran werden wir anknüpfen und das Radverkehrskonzept gemeinsam mit allen weiteren Kommunen des Landkreises schrittweise umsetzen und fortschreiben. Beim Land Hessen machen wir uns für die Förderung des Ausbaus stark.

Ob Landstraße oder innerorts – der Radweg gehört dazu

Bestehende Radwege müssen in einem guten Zustand gehalten werden und sie müssen als schnelle Verbindungen für den neuen E-Bike und Pedelecverkehr ertüchtigt werden. Unsere Radwege müssen breit genug und gut beleuchtet sein. Bei Baumaßnahmen an Kreisstraßen ziehen wir den Bau der begleitenden Radwege in die Planung fest mit ein. 

Aber auch der innerörtliche Radverkehr verdient mehr Aufmerksamkeit. Deshalb wollen wir Pilotkommunen in 2021 dabei unterstützen, ein eigenes Radverkehrskonzepte zu erstellen. Sie sollen Vorbild für andere Kommunen werden. 

Wie wir etwas für die Sicherheit tun

Der Sicherheit für den Radverkehr muss besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dazu scheinen uns Ideen aus den Niederlanden interessant. Mit einem klugen Radwegebau und einem besseren Radweg-Design wäre viel gewonnen. Gefährliche Kreisverkehre können z.B. durch stoßfreie Radwegüberfahrten sicherer werden. Dafür sind dort Zweirichtungsradwege mit Vorfahrt vorgesehen. Das würden wir gerne ausprobieren. An Ampelanlagen sollte es Aufstellflächen für den Radverkehr geben. Ein schlüssiges und gutes Beschilderungskonzept soll helfen, sicher durch den Verkehr zu führen. Wir setzen uns für eine konsequente Nutzung von Fahrradhelmen ein.

Auf dem Fahrrad in die Schule

Dass der Schulweg von unseren Kindern überall mit dem Fahrrad sicher bewältigt werden kann, das sollte selbstverständlich werden. Dafür steht das Projekt “Mit dem Fahrrad zur Schule”. Die Verkehrszonen vor den Schulen gehören entsprechend sicher gestaltet. Fahrradspuren werden für unsere Kinder sichere, wenn sie gut gekennzeichnet und im besten Fall baulich vom Autoverkehr getrennt werden. 

Die “letzte Meile” mit dem Leihfahrrad

Die Mobilität von morgen braucht das kluge Zusammenspiel der unterschiedlichen Verkehrssysteme. Wir kombinieren Leihfahrradstationen mit dem Öffentlichen Nahverkehr und stellen an attraktiven Stellen Leihfahrräder für die “letzte Meile” zur Arbeit, zur Universität  oder für die Freizeit zur Verfügung. So können jetzt schon die Mitarbeitenden der Verwaltung am Riversplatz per Smartphone-App ein Fahrrad von den Bahnhaltepunkten Erdkauter Weg und Licher Straße buchen  – und natürlich zum Feierabend wieder zurück. Das Leihstationennetz würden wir gerne verdichten. Wenn wir die “letzte Meile” mitdenken, kann der Weg zur Arbeit für mehr Menschen in unserem Landkreis abgasfrei und gesünder werden.

Fahrradabstellanlagen – ein Haus für das Rad

Nur wer weiß, wo das Fahrrad sicher abgestellt werden kann, wird es benutzen. An jede Schule gehört deshalb eine sichere und stabile Anlage. An jedem Bahnhof muss es möglich sein, sein Fahrrad diebstahlsicher unterzubringen. Erst so wird das Rad auch für Berufspendler zur interessanten Alternative. Die Zeit von unpraktischen und zu wenigen Fahrradständern in unseren Städten und Gemeinden muss vorbei sein. Gute Fahrradabstellanlagen gehören frühzeitig als Infrastrukturmaßnahme mit geplant. Sie sind eine Einladung, das Fahrrad zu benutzen.

Weil es für Jung und Alt so schön ist – Radtourismus weiter entwickeln

Unser Landkreis ist landschaftlich wunderschön und bietet sich für Radtouren an. Ein Blick auf die Radwanderkarte zeigt die Vielzahl der Möglichkeiten. Daran wollen wir weiterbauen. Die Routenbeschilderung weist bereits 7 themenorientierte Radwege aus, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Mit weiteren guten Ideen, zum Beispiel zum Limesradweg (der Limes ist Unesco-Weltkulturerbe) wollen, wir diese themenorientierten Routenbeschilderung weiterentwickeln.  

Fahrradfahren – damit es Mensch und Umwelt gut geht

Die Frage nach einer Mensch und Umwelt schonenden Mobilität hat für uns größte Wichtigkeit. Wir erkennen im Ausbau des Radverkehrs die Chance, dass es Mensch und Umwelt gut geht. Wir geben uns mit dem Erreichten nicht zufrieden und haben gute Pläne, den Umstieg aufs Fahrrad noch attraktiver zu machen.

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