Wirtschaftsförderung

Landrätin Anita Schneider

Vor Mitgliedern der SPD im Henriette-Fürth- Haus der Sozialdemokraten in der Grünberger Straße in Gießen erläuterte Landrätin Anita Schneider (SPD) Schwerpunkte der Wirtschaftsförderungspolitik im Landkreis Gießen.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Region sei eine leistungsfähige Infrastruktur, die allen Teilen der Region gleichermaßen zu Gute komme. Das gelte aktuell für den Ausbau der Breitbandverkabelung für ein „schnelles Internet für alle“ aber auch für den Erhalt von klassischen Versorgungseinrichtungen z.B. der Wasserversorgung, in Gebieten mit sinkenden Bevölkerungszahlen. Der Kreis Gießen nehme im bundesweiten Maßstab eine führende Rolle bei der Versorgung des ländlichen Raums mit Breitband ein. Gleichzeitig sei ein hoher Naherholungswert wichtig, um Anziehungskraft als Region zu entwickeln. Standortqualitäten wie ein guter Bildungsstandort, Angebote der Kinderbetreuung trügen dazu bei, Gewerbeflächen besser vermarkten zu können. Zudem habe sich auch in der Abstimmung mit den Kommunen gezeigt, dass die Vermarktung von Gewerbeflächen „Chefsache“ in den Städten und Gemeinden sei. Der Landkreis unterstütze dieses Engagement durch eine umfassende Gewerbeflächenbörse und sei auf Messen wie der ExpoReal in München vertreten. Mit der Gründung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die nach der letzten Umfrage im Jahr 2014 weder die Stadt Gießen, noch die Kommunen im Landkreis wollten, sei noch kein einziger Arbeitsplatz geschaffen.

Aus Sicht der SPD im Landkreis unterlägen viele Vorschläge der hiesigen CDU dem klassischen Dilemma der CDU Wirtschaftspolitik der letzten Kreiskoalition: Das inflationäre Vortragen des Vorschlags eine Wirtschaftsförderungsgesellschaft zu gründen werde mit einer aktiven Wirtschaftsförderung verwechselt, ohne zu sehen, dass alleine eine solche Organisationsform viel Geld verschlinge. Nur so sei auch zu erklären, wie man bei der CDU zu der Auffassung kommen könne, dass der Kreis eine Infrastrukturpolitik betreibe, die sich lediglich auf Wanderwege beschränke. Auch der Bewerber der Union um das Landratsamt teile offenbar die Missverständnisse seiner Partei.

Anita Schneider erklärte, Umfragen und Vorstellungen von Wirtschaftsförderungsgesellschaften aus anderen Kreisen hätten immer wieder gezeigt, dass die Wirtschaftsförderung im Kreis Gießen derzeit optimal aufgestellt sei und weit weniger koste als in einer privaten Organisationsform.

Der Vorsitzende des Unterbezirks Gießen, Matthias Körner, erklärte der Landkreis könne froh sein, dass Landrätin Anita Schneider das Ziel einer Region, die wirtschaftliche Attraktivität, hohen Erholungswert und sozialen Ausgleich nicht als Widerspruch empfinde, auf bundesweit anerkannt hohem Niveau verfolge.

 

 

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