SPD: Werbung von „pro feminina“ ist irreführend und muss von Stadtbussen entfernt werden.

Seit einiger Zeit gibt es auf Gießener Bussen die Werbung einer angeblichen Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle „pro femina“. Anerkannte Beratungsstellen in Gießen wie die des Diakonischen Werkes, Donum Vitae und ProFamilia können Frauen einen Beratungsschein ausstellen, wenn sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben. Dieser Schein ist die Voraussetzung für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch. „pro femina“ kann dies nicht, informiert darüber aber nicht auf ihrer Homepage.

SPD Standverband und Unterbezirk verlangen, die irreführenden Werbebanner der von den freievangelischen Gemeinden unterstützten “pro femina” zur Schwangerenkonfliktberatung an Gießener Bussen zu entfernen. Nina Heidt-Sommer, Christopher Nübel und Matthias Körner erklärten gemeinsam, dass es mit den bestehenden Werbevereinbarungen schnellstmöglich ein Ende geben muss, keinesfalls dürften die Verträge verlängert werden.

Aus Sicht der Sozialdemokraten handelt es sich bei dem hinter der Werbung stehenden Anbieter „pro femina“ keinesfalls um eine seriöse Schwangerschaftskonfliktberatung. Name und Formgebung der Werbebanner auf den Bussen erwecken den Anschein, es handele sich bei „pro femina“ um eine staatlich anerkannte Beratungsstelle.
Da der §219a des StGB Ärztinnen und Ärzten weiter verbietet, über Schwangerschaftsabbrüche aufzuklären, gibt es nur wenige staatlich anerkannte Stellen, die zur Konfliktberatung berechtigt sind. „Wenn die Berechtigungen zur Konfliktberatung auf einen so kleinen Kreis von Institutionen beschränkt sind, darf nicht unklar sein, ob es sich bei der beworbenen Einrichtung um eine solche Institution handelt oder nicht.“ Das Angebot von “pro femina” erwächst aus einer Haltung gegen Schwangerschaftsabbruch. Es wird kein durch §218 verlangter Beratungsschein ausgestellt. Heidt-Sommer, Nübel und Körner warnen vor der selbsternannten Beratungsstelle. Der Anschein, dass Schwangerschaftskonfliktberatung durchgeführt wird, kann die Notsituationen von Frauen verschärfen, da Fristen in einer in die Länge gezogenen Beratung ablaufen können. Die SPD-Vorsitzenden erklären, dass die Werbebanner besser heute als morgen entfernt werden sollen, um das Agieren gegen Frauen in Notsituationen zu beenden.

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