Rüdiger Veit arbeitet einen Tag als Erzieher

Morgens um 7:15 Uhr trat der Bundestagsabgeordnete Rüdiger Veit (SPD) seinen Arbeitstag als Erzieher im Ev. Kindergarten „Die Arche“ in Lich-Langsdorf an. Für einen Tag wechselt der Politiker die Seite: Beim sogenannten Praxistag schlüpft er als Praktikant in verschiedene Berufe, um die wirklichen Arbeitsbedingungen konkret zu erleben. Vor kurzem lernte er so hautnah die Arbeit eines Altenpflegers im Seniorenheim kennen.

„Der Tag hat mir ausgesprochen viel Spaß gemacht. Die Kinder kamen neugierig auf mich zu. Ich habe große Achtung vor der vielfältigen Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher“, resümierte Veit bei der Diskussionsveranstaltung „Gute Kinderbetreuung?!“ am selben Abend im Langsdorfer Kindergarten. Hier wurde zu Beginn ein kurzer Film vom Tag gezeigt, der jetzt auch auf www.ruediger-veit.de zu sehen ist.

Moderator Dirk Schäfer eröffnete die Abendvorstellung und stellte die Teilnehmer vor: neben Rüdiger Veit waren Gabriele Arnold, Fachaufsicht des Landkreises Gießen, Sabine Bothe, Leiterin des Langsdorfer Kindergartens, und Pfarrer Hans-Peter Gieß als Vertreter des Trägers gekommen. Schnell entspann sich eine rege Gesprächsrunde, an der auch das Publikum interessiert teilnahm. Bothe forderte klar eine maximale Gruppengröße von 20 Kindern, eine Aufstockung des Personals auch außerhalb der Kernzeiten und eine bessere finanzielle Ausstattung. Arnold sah in dem von der Bundesregierung beschlossenen Betreuungsgeld den total falschen Weg beschritten. Hier würden Kindern von Familien aus Kindergärten ferngehalten, die oft frühkindliche Bildung im sozialen und sprachlichen Bereich nötig hätten. Veit machte sich für die Abschaffung der Kindergartengebühren stark: „Warum ist der Kindergarten als Bildungseinrichtung nicht ebenso gebührenfrei wie Schule und Hochschule?“ Diese Forderung griff Gieß gerne auf, der davon berichtete, dass es dem christlichen Verständnis des Trägers völlig zuwiderliefe, bei Familien, die ohnehin schon wenig Geld hätten, noch die säumigen Kindergartengebühren einzutreiben und sogar damit drohen zu müssen, dass anderenfalls das Kind nicht mehr kommen dürfe. Einig war sich die Runde darin, dass die Attraktivität des Erzieherberufes durch eine bessere Entlohnung gesteigert werden müsse. Am Ende dankte Veit dem Kindergarten für die Bereitschaft, ihn als Praktikant aufzunehmen. Wenn er wieder in den Bundestag gewählt werde, werde er auf jeden Fall weitere Praxistage absolvieren, um noch mehr Berufsbereiche hautnah kennenzulernen.

Der Film zum Praxistag:

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