Jusos kritisieren Untätigkeit der Landesregierung beim Stellenabbau am Uniklinikum Gießen-Marburg

Entgegen den vollmundigen Ankündigungen eines Stellenabbau-Stopps von Ministerpräsident Volker Bouffier sollen am Uniklinikum Gießen-Marburg doch 236 Stellen abgebaut werden. "Volker Bouffier schlägt sich nach seinen vollmundigen Ankündigungen jetzt in die Büsche und lässt die Beschäftigten am Uniklinikum Gießen-Marburg im Regen stehen. Die Landesregierung steht macht- und tatenlos vor den Scherben ihrer gescheiterten Privatisierungspolitik" so der Juso-Landesvorsitzende Felix Diehl. Der geplante Stellenabbau zu Lasten der Patienten muss aus Sicht der Jusos unbedingt verhindert werden.

Notwendig sei es jetzt, dass das Land Hessen seiner Verantwortung gerecht werden und in die hessische Gesundheitsversorgung investiere. "Wenn es zu einer Übernahme des Uniklinikums durch den Fresenius-Konzern kommt, soll das Land von seinem Rückkaufsrecht Gebrauch machen. Bei einer Übernahme des Universitätsklinikums ist mit weiteren Kürzungsmaßnahmen zu rechnen, da Fresenius den Kaufpreis sicher durch Einsparmaßnahmen bei den Beschäftigten und der Patientenversorgung wieder reinholen will " befürchtet Juso-Chef Diehl. Für eine Rücknahme des Universitätsklinikums Gießen-Marburg in öffentliche Hand hatte sich auch schon der 73. Medizinische Fakultätentag Anfang Juni ausgesprochen.

Um das Schreckensszenario eines hessischen Gesundheitsmarktes zu verhindern, in dem Beschäftigte und Patienten nur noch Kostenfaktoren sind, seien weitere Maßnahmen der Politik notwendig. "Städte wie Wiesbaden und Offenbach müssen bei der Gesundheitsversorgung durch Landesmittel unterstützt werden. Wenn nach dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg und zahlreichen ehemaligen Kreiskrankenhäusern die Privatisierung weiterer hessischer Krankenhäuser vorangetrieben wird, kann von einer öffentlichen Gesundheitsversorgung in Hessen bald keine Rede mehr sein" so Diehl abschließend.

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