Hausärztliche Versorgung muss auch zukünftig in ländlichen Regionen gewährleistet sein

„Das Thema Gesundheitsversorgung im ländlichen Bereich steht für die Sozialdemokratie schon länger auf der Tagesordnung. In mehreren Veranstaltungen sowie in Beschlüssen des Unterbezirksparteitags hat sich die heimische SPD immer wieder mit den drohenden Versorgungslücken beschäftigt. Zuletzt hat sich die SPD-Landtagsfraktion in einem Grundsatzbeschluss mit dem Erhalt beschäftigt. Daher begrüße ich die Aktivitäten der heimischen Hausärzte ausdrücklich“, so Thorsten Schäfer-Gümbel aus Anlass der Berichterstattung zu den Protesten der heimischen Hausärzte.
„Wenn es noch eines Beweises bedurft hat, dass der Bundesgesundheitsminister auf ganzer Linie gescheitert ist, dann ist dieser nun erbracht“, reagierte Rüdiger Veit auf die jüngsten Warnungen von heimischen Hausärzten. Diese sehen in der geplanten Änderung der Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) eine Gefahr für die hausärztliche Versorgung in ländlichen Gebieten. Anstatt den ländlichen Raum zu stärken und dem demographischen Wandel entgegenzuwirken, würden CDU und FDP die hausärztliche Unterversorgung auch im Vogelsbergkreis und im Landkreis Gießen beschleunigen und die flächendeckende wohnortnahe Versorgung massiv gefährden. „Die Pläne dieses Gesundheitsministers entsprechen diametral der Notwendigkeit im Hausärztesektor. Der Beruf des Hausarztes wird immer unattraktiver für den dringend benötigten Nachwuchs“, so der Sozialdemokrat.
In Hessen würde nach Plänen von Minister Rösler die HZV in Regionen ganz wegfallen, wo zum jetzigen Zeitpunkt keine entsprechenden Verträge existieren. Durch die finanzielle Unterversorgung der Hausärzte in Hessen wären dann junge Mediziner gezwungen in andere Regionen zu wechseln, die eine bessere finanzielle Vergütung bieten. Damit wäre auch die Möglichkeit nicht mehr gegeben, dass vor allem ältere Patienten Hausbesuche anfordern können. „Dieser Umstand erschwert das Leben der Menschen in ländlichen Gebieten erheblich“, bekräftigte Schäfer-Gümbel.
Die Hausärzte sind durch eine Lotsenfunktion im Gesundheitswesen besser gestellt worden. Dies ist insbesondere durch die Einführung der Hausarztzentrierten Versorgung geschehen, die die Kassen ihren Versicherten anbieten müssen. „Darüber hinaus hat die SPD mit der Einführung einer neuen hausärztlichen Vergütung, mit der die so genannte „sprechende“ Medizin deutlich gestärkt wurde, notwendige Akzente gesetzt“, ergänzte Veit. Die Sozialdemokraten gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass das geplante Gesetzesvorhaben von Minister Rösler noch zu stoppen ist.

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