Das Zentrum für Arbeit und Umwelt Gießen (ZAUG) leistet eine hervorragende Arbeit im Bereich Berufliche Ausbildung und Qualifizierung

Die SPD-Mitglieder Anette Henkel, Roswitha Lorenz, Peter Pilger, Matthias Körner und Gerhard Schmidt im Kreistagsausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Kreisentwicklung, Energie und Verkehr besuchten zusammen mit Landrätin Anita Schneider und weiteren Mitgliedern aus Kreisausschuss und Kreistagsfraktion das Zentrum für Arbeit und Umwelt (ZAUG) in Gießen. ZAUG ist die gemeinnützige Berufsbildungsgesellschaft des Landkreises, der Stadt Gießen und aller Kreiskommunen.
Im Rahmen eines Werkstattgespräches mit Ausbildern, Auszubildenden und der Geschäftsführung wurden die aktuelle Lage und die künftigen Handlungsfelder der kommunalen Ausbildungs- und Qualifizierungsförderung erörtert.
Die Themenschwerpunkte wurden gewählt rund um die Zukunftssicherung unserer arbeitslosen Menschen im Landkreis Gießen, vor allem die im Bezug von SGB II stehen und die Situation junger Menschen. Der Anspruch lautet „Keiner geht verloren“. Ein Arbeitsprinzip, dem sich die SPD seit langen Jahren verschrieben hat.
Die Geschäftsführerin, Monika Neumaier berichtete, dass ZAUG aktuell für 36 Jugendliche in Kooperation mit Haupt- und Realschulen einen abgestimmten Übergang von der Schule zum Beruf anbietet. Es müssen ohne Warteschleifen wirksame Hilfen noch in den Abgangsklassen der heimischen Schulen angeboten werden, so dass möglichst wenige Abgänger ohne berufliche Perspektiven die Schulen verlassen.
Monika Neumaier ging auch auf den „Gießener Weg“ ein. Er bietet 25 – 44-jährigen Menschen die Chance für einen qualifizierten Berufsabschluss. Er richtet sich an Personen, die un- oder angelernt mit Berufserfahrung, aber ohne Abschluss sind.
Vorgestellt wurde von ihr auch die neue Iniative der Diakonie – PRO ARBEIT – die in diesem Sommer bundesweit startet. Fachexperten haben festgestellt, dass die Finanzierung einer Arbeit für diese Menschen günstiger ist, wie die Finanzierung ihrer Arbeitslosigkeit. Diese neue Iniative wird auch von der Kreistagsfraktion der SPD unterstützt.
Die zuständige Projektleiterin Nicole Brinkmann berichtete über den Stand der Kurse für Berufsrückkehrinnen. Von 135 Frauen konnten 40 in eine Voll- bzw. Teilzeitstelle vermittelt werden, 11 Frauen haben sich selbständig gemacht, 17 frischen durch Fortbildung ihre Fachkompetenz auf und 26 haben als Einstieg in das Arbeitsleben zunächst eine geringfügige Beschäftigung aufgenommen. Insgesamt ein Erfolgsmodell der Frauenförderung, das weiter geführt wird.
Gemeinsam wurden Handlungsstrategien einer zukünftigen Arbeitsmarktpolitik im Landkreis Gießen erörtert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf jungen Menschen. Über 600 junge Menschen sind von Hartz IV abhängig. Jeder fünfte Jugendliche hat keinen Berufsabschluss. Jüngere Menschen ohne berufsqualifizierenden Abschluss sind häufiger arbeitslos, seltener in Vollzeit beschäftigt und geringer entlohnt als Fachkräfte. Daher war man sich einig, in der Kreispolitik weiterhin den Schwerpunkt auf Ausbildung und Qualifizierung zu legen. Auch als Beitrag zur Fachkräftesicherung in unserem Raum. Dies hat auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen, denn jeder Euro der eingesetzt wird, kommt doppelt zurück. Daher ist es notwendig bei ZAUG und anderen Trägern, die Angebote für die berufliche Qualifizierung zu verstärken.
Landrätin Anita Schneider wird die besprochenen Anliegen mit in die Gestaltung des Eingliederungsbudgets des Jobcenters und der Agentur für Arbeit mitnehmen.
Weiterhin informierten sich die Ausschussmitglieder noch über die Qualifizierungsangebote im Bereich Erneuerbare Energien. Gerhard Schmidt, der den Besuch organisiert hatte, lobte als Energiepolitischer Sprecher der SPD in Kreis und Region Mittelhessen das Engagement in diesem Bereich. Gerade dieser Bereich sucht Fachkräfte und bietet neue Beschäftigungsmöglichkeiten bei dem hiesigen Handwerk und den Unternehmen der Industrie.

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