„Interkulturelle Pflege ist Antwort auf riesige Herausforderung“

Schäfer-Gümbel und Walldorf führen interessantes Gespräch.
Die Malteser bilden Fachkräfte für Gesundheits- und Sozialdienstleistungen aus.

Mit großem Interesse hat sich Thorsten Schäfer-Gümbel über Angebote und künftige Projekte des Malteser Hilfsdienstes in Gießen informieren lassen. Bei einem Ortstermin des SPD-Landeschefs am Freitag in der Malteser-Geschäftsstelle standen Ausbildungswege in der interkulturellen Pflege und Betreuungsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz im Mittelpunkt der Gespräche.

„Das ist die Antwort auf eine riesige Herausforderung“, bewertete Schäfer-Gümbel die Pläne der Malteser, die beiden Aspekte Pflege und Migration mit einer Ausbildung speziell für Menschen mit Migrationshintergrund zu vernetzen. Die sechsmonatige Ausbildung zur „Fachkraft für Gesundheits- und Sozialdienstleistungen in der interkulturellen Pflege“ ist modular aufgebaut und vermittelt pflegerische Kenntnisse und Fähigkeiten gepaart mit Deutsch-Unterricht.

„Wir möchten damit in der Alten- und Krankenpflege nicht nur dem Bedarf an qualifizierten Fachkräften entsprechen, sondern auch bei zu pflegenden ausländischen Mitbürgern auf Sprachhemmnisse und kulturelle Unterschiede eingehen können“, erklärte Anja Beil, bei den Maltesern Gießen zuständig für die sozialpflegerische Ausbildung. Was bei einem Pilotprojekt in Offenbach in Kooperation mit einer dortigen Sprachenschule bereits erfolgreich gelaufen sei, solle bald auch in Gießen angeboten werden. Dort fanden bereits kurz nach Abschluss des Kurses 50 Prozent der Teilnehmer eine Arbeitsstelle.

Ebenfalls thematisiert wurde der im März von den Maltesern Gießen neu ins Leben gerufene Entlastungsdienst für Angehörige von Menschen mit Demenz. „Speziell ausgebildete Demenzbegleiter entlasten die pflegenden Angehörigen, in dem sie die Erkrankten in ihrer häuslichen Umgebung individuell betreuen“, so Carolin Launspach, Leiterin des Demenzdienstes. Bereits nach kurzer Zeit sei festzustellen, dass es einen großen Betreuungs- aber auch Informationsbedarf seitens der Angehörigen gebe, so Launspach. Andreas Walldorf vom SPD-Ortsverein Gießen-West, der Thorsten Schäfer-Gümbel bei seinem Besuch begleitete, unterstrich diesen Eindruck – „dies ist sicherlich eine sinnvolle Ergänzung zu bereits bestehenden ambulanten und stationären Angeboten“.

Für Informationen rund um interkulturelle Pflege und den Demenzdienst stehen Anja Beil (Telefonnummer 06441/9494124, e-Mail: Anja.Beil@malteser.org) und Carolin Launspach (Telefonnummer 0641/94464550, e-Mail: Carolin.Launspach@malteser.org) zur Verfügung.

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