„Die Kreiskoalition aus SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und Freien Wähler ist im Rahmen der Energiewende erfolgreich gestartet!“

Für die Kreiskoalition aus SPD, Bündnis 90/Grüne und FWG entgegnet Gerhard Schmidt als Energiepolitischer Sprecher der SPD zusammen mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Horst Nachtigall, dem Vorwurf der Kreis-CDU, das letzte Jahr sei ein verlorenes Jahr für die „Energiewende“ im Landkreis Gießen gewesen. (GA vom 17.3.). In 6 Monaten hat die neue Kreiskoalition auf diesem Gebiet mehr auf den Weg gebracht, als die CDU in 5 Jahren ihrer Regierungszeit. Zur Erinnerung: 2006 wurde im Kreistag der Beschluss gefasst, den Landkreis Gießen zur „Modellregion für Erneuerbare Energien“ zu entwickeln. Nennenswerte Projekte und Innovationen auf diesem Gebiet sind ausgeblieben.

Die neue Kreiskoalition aus SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und Freie Wähler kann bereits nach den ersten Monaten eine gute Bilanz vorlegen. Die neu gebildete Koalition brachte sofort einen Leitantrag zur „Energiewende“ ein. Dieser wurde im September 2011 vom Kreistag beschlossen. Er sieht im Kern vor, bis zum Jahr 2020 33 % der benötigten Energie durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu ersetzen. Wir wissen, dass dies ein schwieriger und langer Weg ist, der nur zusammen mit den Kommunen, den Bürgern, den Verbänden, den Umweltorganisationen, der Wissenschaft und Wirtschaft erfolgreich gestaltet werden kann. Aber er wurde begonnen, u.a. mit einem Klimaschutzkonzept , das vom Bund anerkannt und finanziell gefördert wird. Als Modell-Region sind desweiteren bei dem Projekt „100 % – Erneuerbare Energie-Regionen“ dabei. Eingeleitet wurde die Aktivität „Fifty – Fifty“ an Schulen, um Energie-Projekte zusammen mit den Schulen umzusetzen. Wir werden uns auch an dem Projekt „Modellregion Bio-Energie – Mittelhessen“ bearbeitet von der AC-Consult (Heuchelheim), gemeinsam mit dem Vogelsbergkreis und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf beteiligen.
Im Mittelpunkt der Energiewende im Landkreis Gießen steht die eingeleitete Untersuchung des „Energie-Potentials“. Der Landkreis Gießen setzt dabei den Rahmen, koordiniert und stößt neue Projekte mit Partnern an. Ein Fachbeirat „Energiewende und Erneuerbare Energien“ – beschlossen mit dem genannten Leitantrag – wird den Prozeß begleiten. Er besteht aus fachlich anerkannten Persönlichkeiten, u.a. aus Wissenschaft/Forschung, hiesigen Unternehmen, Handwerk, kommunalen Versorgungsunternehmen. Landrätin Anita Schneider wird in Kürze zur ersten Sitzung einladen.
Die eigentliche Umsetzung konkreter Maßnahmen und Projekte im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung ,der Windenergie, der Biomasse-Nutzung und der Solarnutzung erfolgt weitgehend in den Städten und Gemeinden im Landkreis Gießen. Hier werden wir die Kommunen unterstützen. Aktuell liegen die Abweichungsanträge der Stadt Staufenberg (großflächige Photovoltaik-Anlage) und der Gemeinde Rabenau (Energie- und Windpark) zum Regionalplan Mittelhessen vor. Als beispielgebend bezeichnen unsere beiden Vertreter in der Regionalversammlung Mittelhessen , Stefan Bechtold und Gerhard Schmidt, diese Objekte und werden sie mittragen.
In den Gremien des kommunalen/regionalen Energieversorgers „OVAG“, an dem der Landkreis Gießen als Gesellschafter beteiligt ist, unterstützen wir die Ausbaupläne für das Stromnetz zur Nutzung der Erneuerbaren Energien und die weitere Planung und Finanzierung von Windkraft- und Biomasseanlagen.
Gleiches gilt für das „Zentrum für Arbeit und Umwelt Gießen“ (ZAUG). Mit unserer Unterstützung werden die beruflichen Qualifizierungsangebote für die Errichtung und Wartung der technischen Anlagen für Erneuerbare Energien ausgebaut. Dabei geht es vor allem auch um die Ausbildung von Fachkräften für das hiesige Handwerk.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse der letzten 6 Monate , seit dem Beschluss über den Leitantrag zur Energiewende. Wer von einem „verlorenen Jahr bei der Energiewende“ spricht, sollte die zahlreichen Maßnahmen zur Kenntnis nehmen die bearbeitet werden, so die Kreiskoalition aus SPD, Bündnis 90 /Die Grünen und Freien Wähler im Landkreis Gießen.

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