Wir denken den Klimaschutz immer mit

Klimaschutz ist zu einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung geworden. Wir können die Folgen des Klimawandels sowohl in der Stadt, wenn es um Luftqualität geht, als auch in unseren Wäldern im Landkreis sehen. Deshalb sind die Pariser Klimaziele zur Reduzierung der Erderhitzung so wichtig. Wir wollen durch unser Zutun auf der lokalen Ebene helfen, sie zu erreichen. Deshalb denken wir Klimaschutz immer und überall mit. 

Wir setzen unser Radverkehrskonzept um

Es ist kein Zufall, wenn uns zuerst das Fahrrad in den Sinn kommt. Günstiger kann die Umweltbilanz nicht ausfallen. Deshalb planen wir den Ausbau und die Verbesserung der Radverkehrswege. Dabei leitet uns die Idee von mehr Gerechtigkeit im Straßenverkehr zwischen dem motorisierten Individualverkehr und dem Radverkehr. Wir kennen das aus den Niederlanden. Wir wollen, dass sich auch bei uns beide Verkehrsteilnehmer die Straßen fair teilen. Fahrradstreifen lassen sich schnell abtrennen und sie verlangsamen zudem den motorisierten Individualverkehr. Damit gewinnen wir auch mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Wir haben im Landkreis ein Radverkehrskonzept entwickelt und wollen, dass es schnell in die Umsetzung kommt. Bei jeder Straßensanierung planen wir den straßenbegleitenden Radweg mit. Damit wollen wir ein flächendeckendes alltagstaugliche Radverkehrsnetz im Landkreis Gießen schaffen.

Alternativen ausbauen – Mit Bus und Bahn schnell ans Ziel 

Selbstverständlich bauen wir den öffentliche Nahverkehr aus. Neben dem Busverkehr soll auch die Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken wie der Lumdatalbahn und der Horlofftalbahn einen wichtigen Beitrag leisten. Der Nahverkehr der Zukunft braucht das gute Zusammenspiel von Bus und Bahn in einem starken Netzwerk. Darum kümmern wir uns.   

Innovation mit grüner Energie im Kraftverkehr

Für den Kraftverkehr setzen wir auf die alternativen Antriebssysteme wie grüne E-Mobilität und die Weiterentwicklung der Wasserstofftechnologie. Hierzu unterstützen wir die Einrichtung einer Zukunftswerkstatt für Busse im ländlichen öffentlichen Nahverkehr.  Es ist unser Ziel, gemeinsam mit den lokalen Busunternehmen wasserstoffbetriebene Busse einzusetzen. Das ist Klimaschutz und Wirtschaftsförderung zugleich. Denn es unterstützt unsere Busunternehmer, die neue Technologie kennen zu lernen und in sie  zu investieren. 

Auch Wohnen im Altbau geht klimagerecht

In vielen unserer Dörfer gibt es erhaltenswerte Altbauten, manche von ihnen stehen leer. Die energetische Sanierung ist ein Beitrag zum Klimaschutz, denn es werden weniger neue Rohstoffe verbraucht als bei einem vergleichbaren Neubau. Durch Beratung unserer Hauseigentümer durch das eingerichtete Energienetzwerk Stadt und Landkreis Gießen und mit Hilfe der Kampagne “Gießen machts effizient”, unterstützt durch OVAG und die Stadtwerke, wollen wir die Sanierungsquote steigern. Auch die in sechs Pilotkommunen geplanten Quartierssanierung-Projekte, initiiert und begleitet durch den Landkreis Gießen, werden neue Ansätze zur Wärmeversorgung und Gebäudesanierung forcieren. Denn wir haben im Blick, dass der höchste Anteil der Primärenergie in die Wärme fließt.

Wie wir neue Wege beim Neubau gehen

Ebenso verfolgen wir für den Neubau von Häusern und Wohnungen innovative Wege. Wir werden das modulhafte Bauen im Landkreis erproben, wo der Wohnraum mit den Lebensumständen mitwachsen, oder auch wieder kleiner werden kann. Dass die Wohnung zu den jeweiligen Bedarfen passt, hat auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. 

Unterstützen wollen wir weiterhin Modelle, die für weniger CO-2-Emissionen und mehr Klimaneutralität bei der Wärmeversorgung sorgen. So hat der Landkreis Gießen es ermöglicht, dass Neubaugebiete in einigen Städten an die Blockheizkraftwerke der Schulen angeschlossen wurden. Die werden mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben. Und schließlich ist neben der Wärmeversorgung auch die Passivbauweise im Neubau zu fördern.

Heiße Eisen Gewerbeflächen und Industrie

Wenige Themen sind in der letzten Zeit so heiß diskutiert worden, wie die Erschließung neuer Gewerbeflächen. Dass hier sorgfältig gegenüber dem Schutz der Böden vor unnötiger Versiegelung abgewogen werden muss, ist uns bewusst. Das hat auch die Entscheidung gegen die Erweiterung des Gewerbegebiets in Lützellinden gezeigt. Deshalb hat für uns die Neuverwendung alter Gewerbe- und Industriebrachen Vorrang. Wir kümmern uns auch um neue Architekturkonzepte, mit denen das Überbauen von bereits bestehenden Flächen und Gebäuden möglich wird.

Aber wenn wir von Gewerbe sprechen, sprechen wir eben auch von Industrieansiedlung. Und wir wollen unseren Landkreis mit seinen beiden innovativen Hochschulen zu einem der attraktivsten Orte für neue nachhaltige Technologien machen. Klimaschutz-Innovation soll Markenzeichen unseres Wirtschaftsstandorts werden. Deshalb setzen wir auch auf eine nachhaltige Ansiedlungspolitik. Wir setzen uns dafür ein, dass Gewerbeflächen häufiger interkommunal erschlossen werden und dass bei der Ansiedlung von Industrie und Gewerbe Nachhaltigkeitskriterien Anwendung finden. 

Klimaschutz macht Schule

Damit Klimaschutz Schule macht, muss noch viel in die dringend gebotenen Sanierungen von Schulgebäuden investiert werden. Das werden wir umsetzen.

Aber, wir wollen auch, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich mit Klimaschutz und nachhaltigem Leben auseinandersetzen. Deshalb werden wir Klimaschutzprojekte in den Schulen weiter vorantreiben und unterstützen. Das Lernen zum Thema Klimaschutz kann nicht früh genug beginnen. Aber auch in der Erwachsenenbildung soll der Klimaschutz einen festen Platz bekommen. Deshalb wird die Kreisvolkshochschule das Jahr 2021 mit anderen Trägern zum Jahr der Nachhaltigkeit machen. 

Ein Teil der Lösung werden – Klimaschutz geht uns alle an!

Wir wissen, dass wir die Klimaschutzziele nur erreichen können, wenn wir sehr konsequent handeln. Konsequent wird es nur sein, wenn wir alle Bürger*innen auf dem Weg zu mehr Klimaschutz und nachhaltigem Handeln mitnehmen. Wir wollen auch  denen, die weniger Geld im Portemonnaie haben, Möglichkeiten eröffnen, Teil der Lösung zu werden. Deshalb stehen wir dafür ein, dass die ökologische Wende  und die Erreichung unsere Klimaschutzziele sozial gerecht gestaltet werden.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn

Mehr zum Thema

Scroll to Top