Politischer Aschermittwoch in Lich: “Rot-Grün hat die besseren Leute”

Rüdiger Veit will wieder in den Bundestag.
Vor vollem Saal sprach Veit über die soziale Spaltung in Deutschland.
Thorsten Schäfer-Gümbel ging auch auf die 150jährige Geschichte der SPD ein.

Beim politischen Aschermittwoch des SPD-Seniorenarbeitskreises in Lich waren der Bundestagasabgeordnete Rüdiger Veit, der hessische Parteivorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel und der Licher Bürgermeister Bernd Klein zu Gast. "Rot-Gün hat die besseren Leute, das ist klar", sagte Veit dabei zu Beginn. Allein Umweltminister Peter Altmaier sei der einzig Brauchbare im Merkel-Kabinett. "Und dann verließen sie ihn schon", so Veit weiter. Er kündigte an, entschieden um den Gewinn des Direktmandats in seinem Wahlkreis zu kämpfen und bat dafür um Unterstützung.

"In Deutschland leben 1,5 Millionen Menschen von den Lebensmittelspenden der Tafeln, darunter sind 500.000 Kinder. In einem reichen Land, wie unserem, ist das ein Skandal, der mich beschämt", meinte der sozialdemokratische Bundestagsabgeordnete. Vorstandsvorsitzende verdienten das 350fache von ihren Facharbeitern. Gerade in der Eurokrise habe sich in Deutschland die Anzahl der Einkommensmillionäre noch weiter erhöht. "Vermögende sind um Millionen reicher geworden. Diese Menschen müssen mehr Steuern zahlen, damit mehr Geld in die öffentlichen Kassen kommt, um es an anderer Stellen allen Menschen zugute kommen lassen zu können", meinte Veit. Peer Steinbrück sei klar für Rot-Grün. "Dafür wollen wir alle gemeinsam kämpfen, im Bund und im Land", sagte Veit am Ende und leitete damit zu Thorsten Schäfer-Gümbel, dem Landes- und Fraktionsvorsitzenden der Hessen-SPD, über.

Schäfer-Gümbel erinnerte die rund 70 Zuhörer des Licher Heringsessen an das große Jubiläum, das die SPD in diesem Jahr feiert. Die SPD werde 150 Jahre alt und sei damit die älteste demokratische Partei Deutschlands und eine der ältesten in Europa. Alle bedeutenden demokratischen Errungenschaften, wie beispielsweise das Frauenwahlrecht, Versammlungs- und Redefreiheit, seien aufs Engste mit der Geschichte der Partei verbunden. "Es war die SPD, die Antworten auf die sozialen Fragen gefunden hat. Renten- und Arbeitslosenversicherung, Krankengeld und betriebliche Mitbestimmung wären ohne unser Zutun nicht möglich gewesen", meinte TSG. Und weiter: "Unser zentrales Thema war und ist Arbeit. Am Ende des Monats muss man von seinem Lohn leben können. Das bedeutet für uns gute Arbeit. Wir werden keinen Lohn unter 8,50 Euro akzeptieren. Wir brauchen den flächendeckenden Mindestlohn", sagte der Spitzenkandidat der hessischen SPD. Daneben sei es immer die Frage von Krieg und Frieden gewesen, die die SPD umgetrieben habe. "Die deutsche Wiedervereinigung ist auch das Ergebnis der Ostpolitik Willy Brandts. Die Einheit ist auch unser Erfolg", bekräftigte Schäfer-Gümbel den Stolz auf seine Partei.

Bernd Klein sprach im Anschluss über die bevorstehende Bürgermeisterwahl in Lich und stellte seine Ideen zum Thema "Älter werden in Lich" vor.

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