Chaos um UKGM verunsichert Patienten und Mitarbeiter

Bild: Stephan Morrosch – Fotolia

Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten aus Marburg und Giessen, Dr. Thomas Spies und Gerhard Merz, haben die gescheiterte Übernahme des Rhön-Klinikums durch Fresenius als "erneute Hiobsbotschaft" für das UKGM und die Region bezeichnet. "Das Chaos um das UKGM geht in die nächste Runde. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsklinikums und für die Patienten bringt diese Nachricht nur noch neue Verunsicherung mit sich", sagte Spies, der auch gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist. "Giessen und Marburg brauchen endlich wieder eine stabile Krankenhausversorgung und nicht diese Dauerunruhe um das privatisierte Universitätsklinikum. Es zeigt sich einmal mehr, dass die von der CDU durchgeboxte Privatisierung grundfalsch war", so Merz.

Die beiden Abgeordneten kündigten an, für die kommende Woche eine Sondersitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst zu beantragen. "Wir wollen von dieser Landesregierung wissen, wie sie nun weiter verfahren wird. Ministerpräsident Bouffier steht vor einem weiteren Scherbenhaufen. Er ist mit seinem Ansinnen, den ungeliebten Betreiber des UKGM Rhön durch Fresenius zu ersetzen, rundum gescheitert", sagte Spies. Das Verhältnis zwischen Landesregierung und Rhön scheine zerrüttet. In einer Ausschusssitzung zur Übernahme durch Fresenius hatte die zuständige Ministerin Kühne-Hörmann gesagt "Alles ist besser als Rhön". "Wie nun noch eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Rhön und Wiesbaden funktionieren soll, ist uns schleierhaft", so Merz.

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