SPD-Unterbezirk fordert flächendeckenden 5G-Ausbau

Matthias Körner

Auf die Äußerungen des Kanzleramtsministers Helge Braun (CDU), der flächendeckende 5G-Netzausbau sei unrealistisch und nicht realisierbar, reagiert der Vorsitzendes des Gießener SPD-Unterbezirks, Matthias Körner, mit Unverständnis: „Der flächendeckende Netzausbau ist nicht der unrealistische Geburtstagswunsch von ein paar Computerfreaks, sondern ist schlichtweg notwendig, wenn unser Land für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig aufgestellt sein und für die Herausforderungen der Digitalisierung gewappnet sein will.

Gerade Helge Braun, der als direkt gewählter Abgeordneter unter anderem auch den gesamten ländlichen Raum um Gießen mitsamt Teilen des Vogelsbergs vertritt, müsste wissen, wie hier die traurige Realität aussieht. Wer an dem Ausbau der Netze spart, spart an unserer Zukunft.

Wieder einmal zeigt sich, dass auf die CDU auch im Bund kein Verlass ist, wenn es um zukunftsfähige Politik geht. Ich bin deshalb sehr froh, dass unsere Landrätin Anita Schneider die Initiative ergriffen und den Breitbandausbau vor Ort auf die eigene Rechnung des Landkreises erfolgreich vorangetrieben hat. Es ist enttäuschend, dass die CDU im Bund nach wie vor die Kommunen im Regen stehen lässt und der deutsche Breitbandausbau derzeit nur als Flickenteppich bezeichnet werden kann. Um uns herum, in vielen anderen Ländern Europas, gibt es um den flächendeckenden Ausbau keine Diskussion, nur Deutschland fällt immer weiter zurück. Das kann man niemandem erklären.“