Thorsten Schäfer-Gümbel fordert Volker Bouffier heraus

Pressespiegel Giessener Allgemeine vom 08.03.2018: Thorsten Schäfer-Gümbel gibt sich kämpferisch und selbstbewusst. Zum fünften Mal tritt der Sozialdemokrat bei einer Landtagswahl im Wahlkreis 19/Gießen-Land gegen Volker Bouffier (CDU) an.

Pressespiegel Giessener Allgemeine vom 08.03.2018:

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Thorsten Schäfer-Gümbel gibt sich kämpferisch und selbstbewusst. Zum fünften Mal tritt der Sozialdemokrat bei einer Landtagswahl im Wahlkreis 19/Gießen-Land gegen Volker Bouffier (CDU) an.

Ich fühle mich für diesen Wahlgang so gut vorbereitet wie nie zuvor – um in den Wahlkampf zu gehen und die Wahl am 28. Oktober zu gewinnen. Die SPD muss darum werben, eine eigene Mehrheit zu bekommen – und ich will die nächste Landesregierung führen!« Thorsten Schäfer-Gümbel gibt sich kämpferisch und selbstbewusst. Zum fünften Mal tritt der Sozialdemokrat bei einer Landtagswahl im Wahlkreis 19/Gießen-Land gegen Volker Bouffier (CDU) an.

95,6 Prozent Zustimmung

Die heimischen Parteifreunde haben ihm am gestrigen Mittwochabend in Buseck den Rücken gestärkt: 95,6 Prozent Zustimmung bekam Schäfer-Gümbel bei seiner Nominierung als Direktkandidat im Wahlkreis. Von 91 abgegebenen Delegiertenstimmen erhielt er 87; bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen. Ersatzbewerber ist Kaweh Mansoori aus Buseck, 29jähriger Jurist und Juso-Bezirksvorsitzender in Hessen-Süd.

Seine Bewerbungsrede als Wahlkreiskandidat spitzte Schäfer-Gümbel auf den Richtungsentscheid für Hessen zu: »Es geht um die zentrale Frage: Wird Hessen von der CDU geführt oder der SPD? Von Volker Bouffier oder von Thorsten Schäfer-Gümbel? Wird die Vergangenheit fortgeführt – oder kommt ›Hessen von morgen‹ mit der SPD?« Ein Bild, das mehrere Redner auf der Wahlkreiskonferenz aufgriffen: Bouffier als der Mann von gestern und Schäfer-Gümbel als der Mann von morgen.

Wahlkampfauftakt in Buseck

Wahlkampfauftakt nun auch bei der SPD im Landkreis Gießen, nachdem an gleicher Stelle, im Kulturzentrum Buseck, der amtierende Ministerpräsident vor knapp zwei Wochen zum Wahlkreiskandidaten der CDU gekürt wurde – übrigens mit 100 Prozent Zustimmung.

Zuvor hatte der sozialdemokratische Herausforderer in einer rund 45-minütigen Rede seine Ziele für Hessen formuliert: Eine Wende im Bereich Verkehr und Mobilität in der Stadt wie auf dem Land, Umgang mit der Digitalisierung, bezahlbares Wohnen, Stärkung des ländlichen Raumes, Bildung und ein Erneuern der politischen Kultur im Land.

Nein zum Factory-Outlet-Center

Wobei der Schäfer-Gümbel am Rande seiner wirtschaftspolitischen Positionierungen auch die in der Region heftig diskutierten Pläne für Garbenteich kommentierte: Er halte den geplanten Bau des Factory -Outlet-Centers dort »ausdrücklich für falsch – und auch nicht für genehmigungsfähig«. Denn es werde die Entwicklungen in den angrenzenden Städten und Gemeinden nachhaltig negativ beeinflussen.

Unterstützung in den bevorstehenden Monaten des Wahlkampfes sicherte »TSG« die sozialdemokratische Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz zu: Malu Dreyer gab für die Sozialdemokraten die Losung aus: »Wir müssen Hessen zurückgewinnen«. Unter dem Applaus der Parteifreunde forderte sie zugleich mit Blick auf die Entwicklungen und Wahlergebnisse der zurückliegenden Monate: Die SPD müsse sich wieder zu einer starken, linken Volkspartei entwickeln. Dazu müssten die Menschen wieder erkennen, wofür die SPD steht – auch ohne das Wahlprogramm gelesen zu haben. (so)