Thorsten Schäfer-Gümbel zu Besuch PROLIT in Fernwald

Prolit Geschäftsführer Klaus Haßler und Heidrun Schmidt-Scheerer, Bürgermeister Stefan Bechthold, Thorsten Schäfer-Gümbel, Prolit Geschäftsführer Jochen Mende im modernen automatischen Kommissionierlager der PROLIT Verlagsauslieferung GmbH in Fernwald

Ein Gespräch und die Feier eines Vertragsabschlusses mit einem neuen Verlagskunden der PROLIT Verlagsauslieferung GmbH auf der Frankfurter Buchmesse war der Auslöser für den Besuch des hessischen SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzenden und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD Thorsten Schäfer-Gümbel. Nach einem kurzen Gedankenaustausch mit einem der Geschäftsführer der PROLIT Verlagsauslieferung GmbH aus Fernwald wurde spontan ein Besuchstermin beim heimischen Unternehmen vereinbart. Begleitet von Fernwalds Bürgermeister Stefan Bechthold, wurde Schäfer-Gümbel von der Geschäftsführung Jochen Mende, Klaus Haßler und Heidrun Schmidt-Scheerer am vergangenen Mittwoch zum Gespräch begrüßt.

Jochen Mende erläuterte, was Verlagsauslieferung bedeutet. Die Prolit versteht sich, neben ca. 70 Mitbewerbern in Deutschland, als Schnittstelle zwischen Verlagen und dem Buchhandel. Prolit arbeitet im Moment für 150 Verlage und stellt in seinen Lagern ca. 28.000 Paletten mit ca. 35.000 verschiedenen Buchtitel bereit. Das sind in Summe etwa 20 Millionen Bücher.

Damit ist Prolit unter den 10 größten Verlagsauslieferungen und hat das größte Lager für Bücher in der Region. Im Jahr werden ca. 450.000 Packstücke – das entspricht etwa 6-8 Mio. Bücher – versandt. Wenn die Buchhandlung dabei einen schnellen Lieferweg wählt, sind 92 % dieser Sendungen am Tag nach der Bestellung beim Buchhändler.

Prolit ist ein dynamisch wachsender mittelständischer Dienstleister im Besitz der leitenden Mitarbeiter. Seit der Unternehmensgründung (1972) gab es kein Geschäftsjahr, in dem die Umsätze nicht deutlich zulegten. Das 1989 errichtete firmeneigene Gebäude wurde zwischenzeitlich (1997,1999, 2003, 2007 und 2012) fünf Mal erweitert. Derzeit findet sich auf einem gut 30.000 qm großen Grundstück eine Nutzfläche von 14.800 qm. Auf Reserveflächen können in den nächsten Jahren weitere Kapazitäten im Eigenbesitz geschaffen werden.

Prolit beteiligt sich neben vielen anderen Fernwälder Unternehmen an der Tagesfeuerwehr. Ein Projekt, bei dem Unternehmen aus Fernwald ihre Mitarbeiter – auch wenn sie nicht aus Fernwald kommen und in ihrem Heimatort bei der Feuerwehr aktiv sind – für Feuerwehreinsätze freistellen. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag, um den Brandschutz, vor Allem tagsüber – zu gewährleisten. Dafür gilt Prolit mein ausdrücklicher Dank“ so Bürgermeister Bechthold.

Prolits zentraler Standort mit hervorragender Anbindung an das bundesdeutsche Fernstraßennetz ist eine der Voraussetzungen für schnellste Belieferung der Kunden im gesamten europäischen Wirtschaftsraum. Insbesondere für Independent-Verlage mit den Schwerpunkten Reisebuch, Belletristik, Sachbuch, Fachbuch, Kinderbuch, aber auch für die Produktion von Unternehmen mit dem Schwerpunkt EDV und Neue Medien ist Prolit die erste Auslieferungs-/Bestelladresse geworden.

Die Verlage und deren Kunden fordern einen stets flexiblen, immer kompetenten, qualitativ hervorragenden (z.B. in Sachen IT-Dienstleistung, Schnelligkeit, Fehlerfreiheit und Verpackungsqualität) und kostengünstigen Dienstleister, der sich um die Auslieferung der Bestellung kümmert. All dies leistet Prolit und stellt darüber hinaus verlagsübergreifende Fakturierung, gebündelten Vorschauversand und zahlreiche Verkaufs- und Lagerbestandsauswertungen für die Verlage zur Verfügung.

Geschäftsführer Mende berichtete ebenfalls von den Problemen aus der Verlagsbranche. So müssen Verlage aufgrund eines BGH Urteils in Summe etwa 130 Mio. Euro an die Verwertungsgesellschaften Wort und Bild-Kunst zurückzahlen, was manchen Verlag in finanzielle Schieflage bringen wird. „Eine Neuregelung und Zwischenlösung wird derzeit zwischen den Koalitionspartnern in Berlin besprochen. Ich bin zuversichtlich, dass sich die große Koalition in Berlin zeitnah auf einen Gesetzestext einigen wird.“, sagte Schäfer-Gümbel.