Anita Schneider soll wieder zur Landrätin gewählt werden

Anita Schneider

Nach dem Gewinn der Direktwahl im Jahr 2009 ist Anita Schneider seit 21. Januar 2010 Landrätin des Landkreises Gießen und damit zugleich die erste weibliche Landrätin in Hessen. Sie zog eine positive vorläufige Bilanz ihrer bisherigen Amtszeit.

In den letzten 4 Jahren sei verstärkt die Infrastruktur des Landkreises ausgebaut worden. Bis Mitte 2015 solle der Landkreis in der Fläche mit Breitband versorgt sein. Es war eine ihrer ersten großen Initiativen als Landrätin, den Prozess des Ausbaus des „schnellen Internet für alle“ in eine interkommunale Aufstellung zu bringen und mit der Gründung der Breitband Gießen GmbH zu organisieren. Damit wurden Impulse gesetzt, die dazu führen würden, dass der Landkreis in der Breitbandversorgung „in der oberen Liga spiele“.

Unbedingte Priorität sei der soziale Frieden im Landkreis Gießen. Als Landrätin habe sie mit Unterstützung der Mehrheit in den Kreisgremien einen deutlichen Schwerpunkt auf soziale Prävention und die Stärkung der Selbsthilfe gesetzt. Hier sehe man eine besondere Aufgabe in der Stabilisierung von langzeitarbeitslosen Menschen, um Ihnen soziale Teilhabe und eine Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Ebenso habe der Landkreis durch das Projekt „Keiner geht verloren“ , das an den weiterführenden Schulen installiert wurde, junge Menschen an die Hand genommen, um diese beim Übergang von Schule und Beruf intensiv zu begleiten und ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen.

Mit der Rekommunalisierung der Hausmeisterdienste und der Gebäudereinigung in den Schulen, für die der Landkreist als Träger verantwortlich sei, habe man wieder für faire Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter gesorgt, ohne dass dies zulasten des Kreishaushalts ging.

Ein wichtiges Projekt der Präventionsarbeit sei das Angebot an Eltern. ihnen vor und nach der Geburt eines Kindes Beratung und Unterstützung zukommen zu lassen. Deshalb unterstütze der Landkreis die Projekte „Runde Sache“ und „Hallo Welt“.

Einen hohen Stellenwert habe der Ausbau der touristischen Infrastruktur für das Standortmarketing. Mit dem Lahnwanderweg und den Kelten-Römer-Schleifen sei eine weitere wichtige touristische Infrastruktur geschaffen, die es ermögliche, den Landkreis sowohl beim Radwandern (Lahnradweg – einer der beliebtesten Routen), beim Paddeln auf der Lahn und im Bereich des Wanderns im Tourismus zu bewerben.

Eine größere Rolle in der Kreispolitik spiele die Interkommunale Zusammenarbeit. So wurde neben der interkommunalen Aufstellung für den Breitbandausbau auch die interkommunale und kreisübergreifende Zusammenarbeit im Brandschutz gesucht. Das Brandschutzkonzept spare nicht nur Kosten sondern sei auch eine Antwort zur Stärkung des Ehrenamtes und des Brandschutzes vor Ort. Ein weiterer Schritt hierzu werde auch das geplante gemeinsame Gefahrenabwehrzentrum von Stadt und Landkreis sein.

Nennenswerte Fortschritte seien im Bereich des Klimaschutzes und der Erneuerbaren Energie erzielt worden. Das in diesem Jahr vorgelegte Integrative Klimaschutzkonzept beschreibe nicht nur die Potentiale des Landkreise im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energieeinsparung, sondern benenne konkrete Maßnahmenbündel, die dazu führen würden, Klimaschutzziele sowie eine dezentrale Energiewende im Landkreis Gießen zu erreichen. Hervorzuheben sei die Chance der regionalen Wertschöpfung durch eine dezentralen Energiewende.

Eine persönliches Anliegen war es Anita Schneider, den Service und die Erreichbarkeit der Kreisverwaltung für die Bürger zu verbessern. Hierzu wurde ein Bürgerservicetelefon eingerichtet. Außerdem sei die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit über einen neuen Internetauftritt, ein neues Logo und neue Flyer, die einem einheitlichen und wiedererkennbaren Muster folgen, verbessert worden.
„Weichen stellen für eine nachhaltige, wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklung, trotz knapper Finanzen – so sehe ich meine bisherige und zukünftige Aufgabe“, erklärte Schneider abschließend.