Ausgezeichnetes Engagement

Der SPD-Bezirk Hessen-Süd hat am 2. August den Ehrenamtspreis für herausragendes freiwilliges Engagement verliehen. In der Kategorie „Gruppen“ wurde die Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg und als Einzelperson Kornelia Steller-Nass aus Buseck mit dem Preis ausgezeichnet. Sie erhielten die mit 1.000 Euro bzw. 500 Euro dotierte Auszeichnung aus den Händen von Laudator Dr. Wolfgang Gern, Vorsitzender des Diakonischen Werkes Hessen, dem Bezirksvorsitzenden der SPD Gernot Grumbach sowie Gerold Reichenbach, Vorsitzender des SPD-Arbeitskreises Bürgerschaftliches Engagement. Zu den ersten Gratulanten gehörte der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Gießen, Matthias Körner, der sich besonders freute, dass mit Kornelia Steller-Nass eine Teilnehmerin des Wettberwerbs aus dem Landkreis Gießen unter rund 60 Vorschlägen erfolgreich war.

„Aufgabe der Politik muss sein, Rahmenbedingungen zu garantieren, die ehrenamtliches Engagement überhaupt erst ermöglichen“, erklärte Gernot Grumbach mit Blick auf die Schulzeitverkürzung G8 und die gestiegenen Anforderungen im Berufsleben.

„Eine demokratische, offene, menschliche und sozial verantwortliche Zivilgesellschaft kann ich mir ohne das Ehrenamt nicht vorstellen,“ unterstrich Dr. Wolfgang Gern. Er mahnte zugleich, dass das Ehrenamt die Einsparmaßnahmen des Staates nicht befördern dürfe. „Ehrenamtliche müssen wachsam und sozialkritisch sein und die Finger in die Wunde legen, wo die Gesellschaft versagt.“
 

Einsatz für behinderte Menschen

Kornelia Steller-Nass aus Buseck erhielt den Preis für Ihren Einsatz für die Belange von behinderten Menschen in Buseck und der Region Gießen sowie der Inklusion unserer Gesellschaft. Sie organisierte das große Bundeswehr-Benefizkonzert zugunsten der Gießener Lebenshilfe sowie der Gießener Jugendwerkstatt. Steller-Nass setzt sich außerdem für die Stärkung von freiwilligem Engagement in ihrer Region ein.
 
Die bundesweit beachtete „Zukunftsschmiede Jugendfeuerwehr“ der Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg wurde gegründet, um den Trend stetig sinkender Mitgliederzahlen wieder umzukehren und die Feuerwehren zukunftsfähig zu machen. Dafür wurden seit 2003 Strukturanalysen sowie mit Hilfe von Sponsoren Informationsmaterialien erstellt, um die Relevanz von ehrenamtlichem Engagement anschaulich darzustellen. Die Kampagne war so erfolgreich, dass die Mitgliederzahlen in einigen Jugendfeuerwehren wieder ansteigen.

Daneben wurden in der Kategorie „Gruppen“ die „Antifaschistische Bildungsinitiative“ und die „Integrationslotsen“ aus Friedberg, das „Bürger- und Vereinszentrum Roth“ und die Initiative „Freiwillig – die Agentur“ aus Frankfurt lobend erwähnt.
 
Der Ehrenamtspreis wurde nach 2011 zum zweiten Mal verliehen.