Uni-Klinikum Gießen-Marburg muss wieder in öffentliche Hand!

Der Rhön-Konzern, Haupteigentümer des privatisierten Uniklinikums Gießen-Marburg, macht derzeit Schlagzeilen mit der angedrohten Entlassung von 500 Beschäftigten. Am Rande einer Demonstration mit den Beschäftigten am Uni-Klinikum erklärt der Juso-Landesvorsitzende Felix Diehl: „Die aktuelle Debatte um die Entlassung von 500 Beschäftigten trotz der bereits katastrophalen Situation für Beschäftigte und Patienten zeigt, dass die Privatisierung des Uniklinikums ein Riesenfehler war und gescheitert ist.“ Aus Sicht der Jusos ist es eine Unverschämtheit, dass sich der Rhön-Konzern mit dem Betrieb des Uniklinikums eine goldene Nase verdient, bei den Beschäftigten und der Versorgung der Patienten aber noch weiter sparen will. Allein im Jahr 2011 hat das Universitätsklinikum einen Gewinn in Höhe von 15 Mio. € nach Steuern gemacht. „Bei diesen Erträgen überhaupt über die Entlassung von Beschäftigten nachzudenken ist schamlos und zynisch“ kritisiert Juso-Landeschef Diehl.

Die derzeitigen Versprechungen von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sind aus Sicht der Jusos reine Augenwischerei. „Mit Anteilen von 5% hat das Land Hessen natürlich keinen maßgeblichen Einfluss auf die Beschäftigungspolitik im Uniklinikum. Es ist gerade maßgebliches Merkmal einer Privatisierung, dass danach kein öffentlicher Einfluss mehr vorhanden ist. Die Landesregierung sollte ihren Privatisierungsfehler einsehen und rückgängig machen. Die aktuelle Debatte zeigt, dass staatliche Kernaufgaben wie die Gesundheitsversorgung keinen gewinnorientierten Konzernen überlassen werden können und dürfen“ schließt Diehl.