Veit lobt wohnortnahe und hochqualifizierte Behandlung für kranke Kinder

„Auch für junge und jüngste Patienten ist eine wohnortnahe und medizinisch hochqualifizierte Versorgung möglich“, sagte der Bundestagsabgeordnete Rüdiger Veit bei seinen Besuch in der Kinderklinik des UKGM-Standorts Gießen. Professor Dr. Bernd Axel Neubauer, Direktor der Abteilung für Neuro- und Sozialpädiatrie und Geschäftsführender Direktor der Kinderklinik, führte den SPD-Politiker gemeinsam mit der Stadtverordneten und Ärztin Eva Jantzen durch die neuen Stationsräumlichkeiten, die nach dem Umbau in leuchtenden Farbtönen erstrahlen.

Die Kinderklinik hat seit dem Umbau 2008 rund 130 Betten und umfasst die vier Fachabteilungen Kinderkardiologie, Kinderonkologie, Neuropädiatrie und Allgemeine Pädiatrie mit Neonatologie. Auf der Kinderintensivstation werden interdisziplinär Frühgeborene und Kinder mit Herzkrankheiten in Kooperation mit dem Kinderherzzentrum behandelt. Als be­sonderer Service bietet die Klinik an, dass ein Elternteil während des Aufenthaltes kostenlos bei den Patienten bleiben kann.

Auf der Onkologiestation hat man sich in Gießen auf Knochenmarktransplantationen spezi­alisiert. „In der Forschung und in der medizinischen Therapie haben wir in diesem Bereich in den vergangenen Jahren einen Quantensprung nach vorne gemacht“, berichtet Prof. Neu­bauer. Der in Gießen praktizierende Kinderonkologie Prof. Dr. Alfred Reiter gelte in seinem Fach als führend, weshalb einige Patienten aus ganz Deutschland anreisten. „Heute kann rund die Hälfte aller Kinder, die an Krebs erkranken, geheilt werden“, sagte Neubauer, schränkte al­lerdings ein, dass manchmal Spät- und Folgeschäden durch die Therapie entstehen.

Auch auf dem Gebiet der Neuropädiatrie hat man in den vergangenen Jahren große Fort­schritte bei der neurologischen Genesung von Frühgeborenen gemacht, so Neubauer. Früh­geburten, die heute in der 30. Schwangerschaftswoche geborenen würden, könnten in der Regel bei fachkundiger Behandlung später ohne neurologische Schäden aufwachsen. „Es besteht allerdings immer noch ein besonders hohes Risiko von neurologischen Schäden bei Geburtsgewichten unter 1000 Gramm“, so Neubauer. Veit zeigte sich beeindruckt von den großen Fortschritten, auch auf dem Gebiet der Epilepsiebehandlung, bei der rund 70 Prozent der Erkrankten heute ein annähernd normales Leben führen können.