HR-Studio wichtig für ganz Mittelhessen

Die Sozialdemokraten im Landkreis Gießen unterstützen nachhaltig den Erhalt des Mittelhessenstudios des hessischen Rundfunks am bisherigen Standort in der Georg-Schlosser-Straße in Gießen und sprechen sich gegen eine Verkleinerung oder gar Aufgabe des Studios in Gießen aus. Der Vorsitzende des Regionalverbands Mittelhessen der SPD, Rüdiger Veit, MdB, erklärte, die Präsenz des hessischen Rundfunks an diesem Standort habe Bedeutung weit über die Stadt Gießen hinaus für ganz Mittelhessen. Die Studios in Darmstadt, Fulda, Gießen, Kassel und Wiesbaden seien Standortfaktoren für die jeweilige Region.

Sein Auftrag verpflichte den hr – im Gegensatz zu kommerziellen Programmanbietern – ein umfassendes Programmspektrum anzubieten. Für das Land Hessen sichere er in Hörfunk und Fernsehen die Grundversorgung aller Bürgerinnen und Bürger. Er hat in seinen Angeboten einen umfassenden Überblick u.a. über das regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben und soll hierdurch auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. Aufgabe der Rundfunkräte ist es, Sorge für die Beachtung dieser Vorgaben zu tragen.

Die am Mittwochabend im Bürgerhaus Gießen-Rödgen versammelten Mitglieder des Unterbezirksvorstands und die Vorsitzenden der Ortsvereine der SPD im Landkreis Gießen erwarten, dass der hessische Rundfunk seiner Verantwortung für die Regionen gerecht werde. Mit der Einrichtung dieses Studios in Gießen im Jahre 2001 sei, auch mit erheblicher finanzieller Unterstützung durch die Stadt Gießen, ein stadtentwicklungs- und regionalpolitisches Zeichen gesetzt worden, das jetzt nicht infrage gestellt werden sollte, nur weil der ursprünglich auf 10 Jahre abgeschlossene Mietvertrag auslaufe. Kein Verständnis haben die Sozialdemokraten für das Verhalten des Gießener Mitglieds im Rundfunkrat des hessischen Rundfunks, Wolfgang Greilich, MdL (FDP) der offensichtlich weder den Einsparplänen widersprochen habe, noch die nach Angaben des hessischen Rundfunks den Rundfunkräten erteilten Informationen vor Ort mit den Repräsentanten der unmittelbar betroffenen Stadt und des Landkreises zu diskutieren bereit war. Erst als die Angelegenheit öffentlich wurde, habe Herr Greilich reagiert.