„Übelste Entgleisung der CDU“

„Das habe ich in meiner 15-jährigen Tätigkeit im Kreistag noch nicht erlebt“, so Gerhard Schmidt, der langjährige frühere Bürgermeister von Wettenberg, der auch dem Führungsteam der SPD zur Kreiswahl angehört. Die von der Bevölkerung direkt gewählte Landrätin Anita Schneider als „Partygirl“ zu bezeichnen, ist eine üble und geschmacklose Entgleisung der CDU-Kreistagsfraktion. Bei der demokratischen Auseinandersetzung zwischen den politischen Parteien und Gruppierungen – auch vor Kommunalwahlen – sollte der Stil und die Würde der Persönlichkeit und der Funktion gewahrt bleiben . Diese Äußerung geht aber eindeutig unter die berühmte „Gürtellinie“. Damit wird Anita Schneider zunächst als Person und Persönlichkeit beleidigt, letztlich aber auch das Amt des Landrats/der Landrätin beschädigt. Aus meiner Sicht hat sich Anita Schneider innerhalb eines Jahres in ihre neue Aufgabe zügig eingearbeitet. Sie macht eine hervorragende Arbeit. Dies wird auch in der Bevölkerung anerkannt. Sie ist immer sehr gut vorbereitet und in der Sache kompetent. Im Umgang mit den Gremien ausgleichend. Dabei ist zu beachten, dass sie keine „parlamentarische Mehrheit“ hat, und sich häufig gegen die amtierende Koalition behaupten muß. Hier tun sich insbesondere die Fraktionen von CDU und F.D.P. hervor. Die SPD im Landkreis Gießen beabsichtigt dies zu ändern, hat sie doch zum einen für die Zukunft des Landkreises ein hervorragendes Programm. Zum anderen kämpft und wirbt sie bis zum 27. März vor allem aber auch für die Unterstützung unserer Landrätin Anita Schneider.

Was der CDU offensichtlich mißfällt. Anita Schneider zeichnet sich durch eine ausgeprägte Bürgernähe aus. Es wird heute oft, „von denen da oben gesprochen“. Landrätin Schneider sucht den Dialog mit den Menschen als wichtigem Teil ihres Amtsverständnisses. Dies gilt vor allem für Begegnungen mit den zahlreichen Sport, Gesang-, Umwelt- und Kulturvereinen. Sie ist regelmäßige Gesprächpartnerin der sozialen Organisationen und bürgerschaftlichen Iniativen. Dies gilt auch für die Freiwilligen Feuerwehren und Hilfsorganisationen Im Kreisgebiet. Mit dieser Darstellung als „Partygirl“ werden die vielen Ehreanamtlichen Im Landkreis Gießen beleidigt, mit denen die Landrätin einen guten informativen Umgang pflegt. Im Rahmen der Dienstversammlung mit den Kollegen Kreisbürgermeistern konnte ich sie als verständnisvolle Kollegin für die Belange und Sorgen der Städte und Gemeinden im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung kennenlernen, auch und gerade in Zeiten schwieriger Kommunalfinanzen.