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PERSON
Gerhard Merz, MdL
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Gerhard Merz stammt aus einer bäuerlichen Familie im Odenwald. Er wurde am 7. Juli 1952 in Groß-Bieberau als jüngster von vier Söhnen geboren. Die Eltern, Ludwig und Irmgard Merz, waren Bauern und betrieben einen Lebensmitteleinzelhandel. "Ich bin mir meiner Wurzeln sehr bewusst und bin stolz auf sie. Sie geben mir auch heute noch Orientierung. In unserer Familie musste jeder von Kind auf mitarbeiten und Verantwortung übernehmen. Das hat mich nachhaltig geprägt."
Der Werdegang
Nach Volksschule und Gymnasium in seinem Heimatort machte er 1971 das Abitur im neusprachlichen Zweig. "Das hört sich einfacher an, als es in der Realität war. In den 50er und 60er Jahren war es nicht selbstverständlich, dass Kinder aus Bauernfamilien Abitur machen konnten. Das habe ich den klugen Entscheidungen meiner Eltern zu verdanken - und der Tatsache, dass Sozialdemokraten dafür gesorgt hatten, dass es das Bildungsangebot auf dem Land überhaupt gab."
1971 kam Gerhard Merz als Student der Anglistik und Politikwissenschaft für das Lehramt an Gymnasien nach Gießen. "Das war die Zeit nach der Studentenbewegung, deren Auswirkungen wir als politisch aktive Studierende natürlich in vielerlei Hinsicht zu spüren bekamen - positiv wie negativ." Er engagierte sich in der studentischen Politik und nahm viele Funktionen in Gremien wahr.
Nach dem 1. und 2. Staatsexamen arbeitete er als Übersetzer, übernahm Lehraufträge für politische Bildung an der Verwaltungsfachhochschule Gießen und - für sechzehn Semester - am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Gießen in der Lehrerausbildung. Von 1986 bis 1990 war er Leiter des Jugendbildungswerkes der Stadt Wetzlar und baute diese damals neu gegründete Einrichtung der außerschulischen politischen Jugendbildung auf. "Politische Bildung zu vermitteln war und ist mir ein Herzensanliegen, weil ich Menschen dadurch den Weg zum Verständnis von Politik und zum eigenen Engagement in der Politik ebnen kann.
1990 wechselte Merz, der nach seiner Studienzeit auch in der SPD, bei den Jusos und kommunalpolitisch aktiv war, als wissenschaftlicher Mitarbeiter in das Sozial- und Jugenddezernat der Stadt Gießen und wurde engster Mitarbeiter des damaligen Bürgermeisters Lothar Schüler (SPD). 1997 - 2001 war er selbst als hauptamtlicher Stadtrat Dezernent für Soziales, Jugend, Schule und Bildung. In dieser Zeit hat Merz in Gießen viel bewegt, das wird weit über die Grenzen der Stadt anerkannt, auch bei den politischen Konkurrenten.
Nach seiner Zeit als Dezernent wurde Gerhard Merz Pressesprecher der südhessischen SPD, sein Arbeitsplatz ist in Wiesbaden, wo er aktiv die Landespolitik mit gestaltet.
Die Familie
2001 heiratete Gerhard Merz die Musikwissenschaftlerin und -pädagogin Claudia Jirka. Die beiden haben zwei Töchter, Louisa und Leonora. "Die Familie ist mir unglaublich wichtig, sie hat mein Leben vollkommen verändert. Persönlich Verantwortung für Kinder zu übernehmen verändert auch die politische Perspektive. Aber vor allem ist es jeden Tag von neuem eine Freude, die Kinder aufwachsen zu sehen und etwas mit ihnen zu erleben." Deshalb widmet Merz möglichst viel seiner viel zu knappen Freizeit der Familie. Lesen (vor allem Historisches), Schreiben (vor allem Satirisches und Kabarettistisches) und Fotografieren sind seine Hobbys. Hin und wieder tritt er mit Heine-, Brecht- und Karl-Kraus-Programmen als Rezitator auf - auf die positive Resonanz dieser Auftritte ist er stolz.
Links:
Webseite Gerhard Merz






