SPD Unterbezirk Gießen
Gerechtigkeit macht stark.

Pressemitteilung:

Gießen, 11. Februar 2016

Wirtschaftspolitik für den Kreis Gießen

Das Gießener Land. Zusammenhalten.
+SPD Unterbezirksvorsitzender Matthias Körner

Vor Mitgliedern der SPD stellte der Vorsitzende des Unterbezirks, Matthias Körner, im Henriette- Fürth-Haus in Gießen das wirtschaftspolitische Leitbild der Sozialdemokraten für den Kreis Gießen in den nächsten 5 Jahren vor:

Die wirtschaftliche Struktur unseres Landkreises biete viele Chancen, der Landkreis Gießen zeichne sich durch eine vielfältige Wirtschaftsstruktur aus. Die Justus-Liebig-Universität und die Technische Hochschule Mittelhessen stünden für Innovation und technologische Entwicklung. Ebenso das Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME. Die Arbeit des Transferzentrums TransMit führe dazu, dass unsere Region eine hohe Anzahl an Patenten aufweise. Ausgründungen aus der Universität würden durch Einrichtungen wie das Technologie- und Innovationszentrum Gießen (TIG), bei welchem der Landkreis Gesellschafter ist, gefördert.

In der gewerblichen Wirtschaft dominiere das verarbeitende Gewerbe. Die industrielle Struktur sei geprägt von einem Branchenmix, wobei der Maschinenbau und die Metall- und Elektroindustrie dominieren, während die Medizin- und Pharmaindustrie hohe Wachstumsraten aufweise. Die Wirtschaft sei stark durch kleinere und mittlere Betriebe geprägt, von denen einige weltweit agierten. Die Zunahme des Tourismus habe zu einem Wachstum im Hotel- und Gaststättengewerbe beigetragen. Von hohem Vorteil für den Landkreis sei seine Lage mitten in Hessen und mitten in Deutschland mit bester Anbindung an das Bundesautobahn- und Schienennetz. Das Gießener Land verfüge über eine gute ÖPNV-Anbindung, vor allem zu den Städten Marburg und Gießen und in das Rhein-Main-Gebiet.

Die SPD im Gießener Land habe immer den strukturellen und wirtschaftlichen Wandel gestaltet und dabei die kommunalpolitischen Handlungsmöglichkeiten voll ausgeschöpft. Das gelte für den industriellen Strukturwandel der 1980er Jahre, den globalisierungsbedingten Wandel der 1990er Jahre und auch für den in den 2000er Jahren einsetzenden demografischen Wandel

So stehe der Landkreis Gießen in der Bewertung beim Thema Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik im oberen Fünftel aller deutschen Landkreise. Und noch sehr viel wichtiger: Tausende von Menschen hätten von sozialdemokratischer Politik profitiert: Sie haben Arbeit oder einen Ausbildungsplatz gefunden, ihren Berufsabschluss nachgeholt oder sich weitergebildet.

Diese Erfolge seien kein Grund sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben. Noch immer seien viel zu viele Menschen im Gießener Land erwerbslos– unter anderem, weil ihnen die notwendigen beruflichen Qualifikationen fehlen. Mit diesem Zustand können sich Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nicht zufrieden geben. Deshalb habe die SPD mit der Erarbeitung einer ganzheitlichen Arbeitsmarkt- und Ausbildungsstrategie für den Landkreis Gießen begonnen. Hierzu sollen die Handlungsfelder Bildung und Ausbildung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Demografie stärker aufeinander abgestimmt und verzahnt werden.

Durch die stärkere schulische Förderung benachteiligter Jugendlicher soll der Anteil von Schulabgängern ohne Abschluss gesenkt werden und bestehende Hilfen bei der Berufsorientierung stärker miteinander koordiniert werden. Außerdem soll die Bereitschaft zur Schaffung von Ausbildungsplätzen durch die Stärkung betrieblicher Ausbildungsverbünde gesteigert werden. In der Arbeitsmarktpolitik werden bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, der Steigerung der Frauenerwerbsquote und der Nachqualifizierung Schwerpunkte gesetzt.

Die Standortpolitik richte die Anstrengungen auf die Ansiedlung neuer beziehungsweise den Erhalt bestehender Betriebe mit einem besonderen Augenmerk auf die Situation im ländlichen Raum. Wissens- und technologiebasierte Existenzgründungen sowie die Ansiedlung innovativer Unternehmen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen sollen vorangetrieben werden.. Dabei will die SPD insbesondere erreichen, dass Patente und Innovationen aus Gießener Hochschulen zu Firmengründungen im Gießener Land führen.


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